
Hausbauprogramm in
Modukuru, (Ost-)Indien

Projekthintergrund:
Modukuru ist ein Dorf mit 3500
Einwohnern und liegt 30 Km von Guntur (im Bundesstaat Andhra Pradesh, am
Mündungsdelta des Krishna) entfernt. Die Bevölkerung setzt sich aus den Kasten
der Bauern, Webern, Schmieden und Brahmanen zusammen. Die Kastenlosen,
vorwiegend Landarbeiter leben in einer Siedlung, die einen halben Kilometer
außerhalb des Dorfes liegt. Die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede sind
beträchtlich und auf das Kastensystem zurückzuführen.
Die 750 Familien sind zum Teil Hindus, Christen und Muslime. Die Christen
gehören der Gemeinde Parru an, die 10 km von Modukuru entfernt ist.
Im Mai 2002 litt der Distrikt Guntur unter einer besonders starken Hitzewelle
mit Temperaturen bis zu 49 Grad. Aus einer Küche ist ein Funke auf die
benachbarten Hütte übergesprungen und verbreitete sich bei dem heftigen Wind
rasch auf die umliegenden Hütten. Da die Bewohner auf den Feldern arbeiteten
oder Vieh hüteten, konnten sie ihre Besitztümer nicht vor den Flamen retten und
verloren alles, Kleider, Reis- und Bohnensäcke.
Da Strohhütten in dieser Region häufig dem Brand zum Opfer fallen, benötigen die
Bewohner von Modukuru Zementhäuser, die sie dann besser gegen natürliche Risiken
absichern können.
Zielgruppe
Die obdachlos gewordenen Bewohner der Kastenlosenkolonie von Modukuru sind von saisonaler Beschäftigung als Landarbeiter abhängig, für die sie nur sehr geringe Löhne erhalten. Sie leben in Lehmhütten mit Strohdächern, die sehr eng aneinander gebaut sind und dadurch besonders der Brandgefährdung ausgesetzt sind. Sie leben unter der Armutsgrenze und haben außer ihrer Hütte keine anderen Besitztümer außer vielleicht ein oder zwei Wasserbüffel. Die meisten Familien sind verschuldet. Sie müssen ihr Arbeitseinkommen während der Erntezeit zur Tilgung ihrer Verschuldung einsetzen und können nicht genug für die beschäftigungslose Zeit zurücklegen, so verarmen sie immer weiter. Sie haben keine Rücklagen oder andere Ressourcen zur Verfügung, um solche Notsituationen zu überwinden
Ziel des Projektes
Bau von neuen Häusern für die obdachlos gewordenen Familien der Kastenlosenkolonie von Mdukuru
Maßnahmen
und Aktivitäten
Die Arbeit wird in Eigenleistung von den betroffenen Familien geleistet, die
Material- und Transportkosten werden zum Teil von einem staatlichen
Nothilfefonds gedeckt.
Zu finanzierende Maßnahmen
Da die Regierung bereits ihre Unterstützung für den Bau von zweiräumigen Zementhäusern zugesagt hat, diese Unterstützung aber nur einen Teil der Kosten abdeckt, wird nun ein weiterer Investitionskostenzuschuss für 80 vom Brand geschädigte Familien beantragt.