Mongolei:
Projektreise von Zahnärztin Frau Helga und
Dr. Klaus Winter; 20.07.-
03.8.2003
weitere Berichte/Dokumentationen:
Bericht von dem Herrn
Botschafter der BRD, Herrn Klaus Schröder
Mongolei: Zahnstationen in
den Provinzen
Pressemeldung ZM vom 1.12.2003: Hilfe für das Land
des Dschingis Khan
Durch das Land des Dschingis Khans -
Eine abenteuerreiche Reise mit dem Jeep zu den HDZ-Projekten durch die Steppe
der Nomaden
Mongolei –
GTZ +
Hilfswerk Deutscher Zahnärzte

Inhalte dieser Seite
1.) Überblick
2.) Fotobericht
3.) Reiseverlauf

Ziel und
Anforderung der Reise:
Besichtigung von ausgewählten durch das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra-
und Notgebiete finanzierte Projekte.
Voraussetzung:
Gute Gesundheit, Komfortverzicht, Anpassungsfähigkeit.
Wir übernachteten außerhalb der Hauptstadt Ulaanbaatar (Ulan Bator) überwiegend
in einfachen Unterkünften und im traditionellen Ger (Jurte), einem kunstvollen,
transportablen Zelt, das üblicherweise 4 Personen beherbergt. Wir wollten das
Land und das Leben der Nomaden ganz aus der Nähe kennen lernen und waren
vorbereitet, auf einige lieb gewonnene Annehmlichkeiten zu verzichten.
Überblick:
Der Berichterstatter räumt gern ein, dass an unserer Vorfreude auf diese
Projekt-Reise auch ein guter Teil menschlicher Neugierde mitspielte, um die
vielen Legenden der mächtigen Herrscher der Mongolei, um ihre wagemutigen und
furchtlosen Menschen, um die weltweit bestaunten Meister der Reitkunst und um
die hohe mongolische Kultur näher kennen zu lernen.
Seitdem sich das Land 1990 für Demokratie und Marktwirtschaft entschieden hat,
blüht auch die Religion des Lamaismus, dem tibetanischen Buddhismus, erneut auf.
Alte Traditionen werden wieder belebt, nachdem der Kommunismus in den 30-iger
Jahren auf brutalste Weise fast alle Mönche ermorden und 700 Klöster zerstören
ließ. Langsam entwickelt sich wieder die Religion, aus der die Menschen Kraft
für das Leben in der kargen Einsamkeit schöpfen. Der Glaube ist wieder
gegenwärtig. An vielen Orten sehen wir sogenannte Owoos. Das sind
Steinpyramiden, vor allem an Passhöhen und Bergen, die Stein für Stein von
Pilgern und Passanten aufgeschichtet wurden. Wer hier vorbeikommt versäumt es
nicht, eine Ehrenrunde um die heiligen Stätten zu drehen. Und unwillkürlich
fühlt sich der Tourist genötigt, es ihnen gleichzutun: Immer links, dreimal im
Uhrzeigersinn und dabei neue Steine hinzuzufügen.
Der tibetanische Buddhismus in den wieder belebten, jahrhundertealten Klöstern,
wird uns vor allem während des zweiten Teils der Reise durch die Reiseführer
anhand der bilderbuchartigen Geschichten an den Klosterwänden, Götterstatuen,
Zeremonien in
wohltuender Minimierung verständlich gemacht, während Lamas und Touristen
gleichermaßen die Gebetsmühlen in Schwung halten.
Tief in Zentralasien - etwas mehr als acht Flugstunden von Berlin entfernt -
erstreckte sich ein für uns unbekanntes, riesiges Land, in dem Murmeltiere als
Delikatessen verspeist werden und die nomadische Lebensweise der Viehhirten
unsere Vorstellungen an Zeit und Raum unendlich erscheinen lassen. Über 2.800 km
waren wir mit dem Auto vom Norden der Mongolei, begrenzt von den endlosen
Wäldern Sibiriens, bis in den Süden zur Wüste Gobi an der chinesischen Grenze
und zurück in die Hauptstadt unterwegs, in einem Land, das viermal so groß wie
Deutschland ist und so gut wie keine asphaltierten Straßen kennt. Von den 2,5
Millionen Menschen sind 70 Prozent unter 35 Jahre alt und ca. die Hälfte der
Bevölkerung wohnt in Ulaanbaatar, der Hauptstadt des Landes.
In Ulaanbaatar zeigt sich ein Wandel am deutlichsten: Auf den Straßen werden
zeitgemäße Jeans und T-Shirts, getragen, Kühlschränke und Fernseher verkauft,
hier qualmen die Jeeps aus dem westlichen Ausland und aus Japan um die Wette.
Allerdings trügt der Schein. Die massive Wirtschaftshilfe der ruhmreichen
Sowjetunion ist mit der Wende versiegt. Nur langsam erholt sich die Wirtschaft
vom Wegfall des sowjetischen Marktes. Die vorhandenen Bodenschätze – wie Kupfer
, Erdöl und Gold – müssen mit großen Anstrengungen und mit fremder Hilfe in
Zukunft ausgiebiger erschlossen werden, um aus den Exporterlösen den Anschluss
an einen angemessen Lebensstandard zu erreichen (ein mongolischer Arzt verdient
angestellt in einem öffentlichen Hospital USD 50,00 im Monat. Die Monatsmiete
für eine 2-Zimmerwohnung in Ulaanbaatar kostet USD 100,00. Deswegen muss er eine
sog. „Zweitarbeit“ annehmen). Auch die anderen Familienmitglieder, die sich mit
ihm die Räume teilen, verdienen mit, was nicht immer bei hoher Arbeitslosigkeit
gelingt.)
An der Größe der mongolischen Bevölkerung gemessen ist die Mongolei seit Beginn
der 90-ziger Jahre zu einem bedeutenden Zielland deutscher
entwicklungspolitischer
Zusammenarbeit geworden. Im Einvernehmen mit der mongolischen Regierung
konzentrieren sich die deutschen Anstrengungen auf zukunftorientierte Bereiche
wie: Energie, Wirtschafts- und Rechtsreform, Aus- und Fortbildung sowie
Gesundheit.
Projektziel:
Das Vorhaben will die Reproduktive Gesundheit (RG) von Frauen und ihren
Sexualpartnern verbessern und Jugendliche beiderlei Geschlechts zum
verantwortlichen Umgang mit der Sexualität befähigen und motivieren. Die
Minderung der Muttersterblichkeit und der Abtreibungsraten und das Ansteigen der
kontrazeptiven Nutzung ist das Projektziel und ausdrücklicher Wunsch des
mongolischen Gesundheitsministeriums.
Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ist ein weltweit
tätiges deutsches Bundesunternehmen für internationale Zusammenarbeit. Sie
arbeitet u.a. für das Ziel, die soziale Entwicklung in den Ländern des Südens
und Ostens positiv zu gestalten und damit die Lebensbedingungen und Perspektiven
der Menschen zu verbessern. Das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und
Notgebiete (HDZ) hat in den vergangenen Jahren zusammen mit der GTZ zwei
Krankenhausprojekte in Kambodscha erfolgreich
abschließen können und auch in der Mongolei im
März 2002 drei zahnärztliche, tragbare Behandlungssets übergeben.
Im Oktober 2002 stellte die GTZ über ihren Ansprechpartner in der Mongolei, Dr.
Wolf Wagner, beim HDZ den Antrag auf Finanzierung von 4 Vorhaben, die sich im
Umfeld des GTZ-geförderten Projekts „Reproduktive Gesundheit“ in der Mongolei
als dringend notwendig ergeben haben, für die aber weder das Projekt noch eine
andere lokale Institution Mittel bereitstellen kann.
Projekt 1:
Ausstattung von zehn „Maternity Waiting Homes“ (MWH) in isolierten, ländlichen
Gesundheitszentren.
Fotos
Projekt 2:
Verbesserung der geburtshilflichen Abteilung des Provinzkrankenhauses
Dalanzadgad, Provinz Süd-Gobi.
Fotos
Projekt 3:
Einrichtungen von Trainings- und Ausbildungsräumen in zehn Gesundheitszentren
(Training Room = TR).
Fotos
Projekt 4:
Ausrüstung von zwölf ländlichen Gesundheitszentren mit Vakuum-Sonnen-Kollektoren
für heißes Wasser (Solar Vacuum Collector = SVC).
Fotos
Nach eingehender Überprüfung der Unterlagen stellte das Hilfswerk Deutscher
Zahnärzte im Dezember 2002 die
Gesamtsumme von € 89.500 für diese vier Vorhaben zur Verfügung.
Ausgangslage
Projekt 1:
Ausstattung von zehn „Maternity Waiting Homes“ (MWH) in isolierten, ländlichen
Gesundheitszentren
Hausentbindungen
ohne professionelle Hilfe sind in der Mongolei meist Notfallentbindungen mit
einem erhöhten Risiko für Muttersterblichkeit, die z. Zt. 145 pro 100.000
Lebendgeburten beträgt (zum Vergleich: Mitteleuropa ~ 42/100.000). Um den
Schwangeren die rechtzeitige Anreise zur fachassistierten Entbindungen in einem
Krankenhaus zu ermöglichen, waren zu sozialistischen Zeiten sogenannte „Maternity
Waiting Homes“ (MWH) in der Nähe der Landkrankenhäuser eingerichtet, wo Frauen
in Ruhe den Entbindungstermin abwarten konnten. Die durchschnittliche Anreise
beträgt nach wie vor ca. 40 km, in Einzelfällen bis zu 100 km, und erfolgt in
der Regel zu Pferd.
Mit der
politischen und ökonomischen Wende 1990 und dem kurzzeitigen Rückgang der
Geburtszahlen wurden in den nun nicht mehr zentral gesteuerten
Landkrankenhäusern die MWH aufgelöst und das Mobiliar umverteilt. Während der
beiden Kältewellen (Dzud) in den Wintern 2000/2001 und 2001/2002 konnten wegen
der Extremtemperaturen von unter 50° C, wegen der Schneeverwehungen und des
Verlusts an Transporttieren viele Entbindende die Krankenhäuser nicht mehr
rechtzeitig aufsuchen. Die Müttersterblichkeit stieg in diesen Wintermonaten
wieder an.
Das Projekt
„Reproduktive Gesundheit“ hatte bereits in mehreren der 33 ländlichen
Distriktkrankenhäusern im Projektgebiet MHWs eingerichtet und dafür eine
Standardausstattung zusammen gestellt. Diese orientiert sich an den Bedürfnissen
der Schwangeren, in der Mehrzahl Tierhalterinnen, die sich während der 7- bis
14-tägigen Wartezeit von der schweren Arbeit der Tierpflege und Aufzucht erholen
und Information über Familienplanung, gesundheitserhaltende Lebensweisen und
Gesundheitsdienste auffrischen sollen.
Dem Projekt
„Reproduktive Gesundheit“ fehlen jedoch die Mittel, um weitere 10
Landkrankenhäuser mit MWH auszustatten.
Fotos
Projekt 2:
Verbesserung der geburtshilflichen Abteilung des Provinzkrankenhauses
Dalanzadgad, Provinz Süd-Gobi
Dalanzadgad,
Hauptstadt der mongolischen Provinz Süd-Gobi, liegt 600 km oder ca. 14
Autostunden südlich von Ulaanbaatar. Hier leben 13.000 der 55.000 Einwohner der
Provinz.
Das
Provinz-Krankenhaus hat 160 Betten und ist das einzige der Provinz. Es dient 16
Distrikt-Gesundheitszentren als Überweisungs-Krankenhaus. Pro Jahr werden ca.
500 Entbindungen durchgeführt von denen ca. 70% wegen möglicher Komplikationen
aus den isolierten Provinz-Distrikten überwiesen werden.
Das Krankenhaus
wurde 1960 von den Russen erbaut und wies von Beginn an Mängel und Schäden der
Bausubstanz auf, die in den Folgejahren nur oberflächlich oder punktuell
beseitigt wurden. Mit politischer und ökonomischer Unabhängigkeit von der
damaligen Sowjet-Union 1990 fanden keine Reparaturen mehr statt.
Die Schäden der
Bausubstanz betreffen alle Gebäudeteile: Das Dach ist defekt, Wände und Böden
sind durch die extremen Klimabedingungen (- 20° C Grad im Winter + 40° C Grad im
Sommer) in Mitleidenschaft gezogen, nicht alle Etagen sind beheizbar.
Die Wände der
50-Betten Entbindungs-Einheit sind schimmelbefallen, die Kacheln lösen sich
großflächig ab, die Bodenbeläge sind zerstört, der Zementboden liegt
streckenweise
offen und kann nicht mehr sauber gehalten werden. Nur noch eine Wasserleitung
der Station ist intakt, alle vier Patienten- und die zwei Personal-Toiletten
sind nicht mehr benutzbar!
Fotos
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Projekt 3:
Einrichtungen von Trainings- und Ausbildungsräumen in zehn Gesundheitszentren
(Training Room = TR)
Die Fortbildung
des mongolischen Gesundheitspersonals fand bisher überwiegend in der Hauptstadt
Ulaanbaatar statt. Dem fortgebildeten Personal fiel es oft schwer, die
Ausbildungsinhalte in ihrer realen Arbeitsumgebung umzusetzen. Viele der
Fortbildungen zeigen daher nicht die erwarteten Qualitätsverbesserungen in den
Gesundheitsdienstleistungen.
Die Akzeptanz
der kontinuierlichen, arbeitsplatznahen Fortbildung ist das Ergebnis
langjähriger Beratung. Das Projekt „Reproduktive Gesundheit“ strebt daher eine
Personalfortbildung in unmittelbarer Arbeitsumgebung an, für die auch in den
entlegenen Distriktkrankenhäusern zumindest ein Raum für kollektive
Fortbildungen und interaktive Übungen (z.B. Simulationsberatungen,
Beratungsgespräche, partizipative Planungsprozesse etc.) eingerichtet sein
sollte.
Die Ausbildungen finden dagegen meist in den Personalaufenthaltsräumen oder
Wohnungen der Diensthabenden statt. Material (Projektor, Tafel) und Produkte
(Planungsmatrix, Anschauungsmaterial, Organigramme etc.) an denen über einen
längeren Zeitraum gearbeitet werden muss, können dort nicht über die Fortbildung
hinaus aufbewahrt werden. Die Qualität der Ausbildung und der erarbeiteten
Produkte erreicht daher oft nicht das optimale Niveau.
Das Projekt
„Reproduktive Gesundheit“ hat eine Standard-Ausrüstung für Trainingsräume in
Landgesundheitszentren zusammengestellt und einige Ausbildungsräume
ausgestattet. Es fehlen jedoch die Mittel für die Einrichtung und Ausstattung
von mindestens 10 weiteren Ausbildungsräumen in entlegenen ländlichen
Gesundheitszentren (Training Room = TR).
Fotos
Projekt 4:
Ausrüstung von zwölf ländlichen Gesundheitszentren mit Vakuum-Sonnen-Kollektoren
für heißes Wasser (Solar Vacuum Collector = SVC).
Die wenigsten
der 330 ländlichen Distriktgesundheitszentren der Mongolei verfügen über eine
zentrale Wasserversorgung und über heißes Wasser – auch nur selten während der
Heizperiode im Winter.
Seit zwei Jahren
müssen auch öffentliche Einrichtungen für die Kosten ihres Energieverbrauchs
aufkommen. Ein Landkrankenhaus zahlt für die Bereithaltung von heißem Wasser für
den täglichen Krankenhaus- und Patientenbedarf , für Strom und Heizung ca. 30
Prozent des knappen Hospitalbudgets.
Seit zwei Jahren
bietet eine mongolische Firma mit deutscher Beratung Vacuum-Sonnen-Kolletor (VSK)-Anlagen
zur Heißwasserbereitung an, die auch bei Extremtemperaturen von – 30° C Wasser
in ca. 60 Minuten auf mindesten 80° C aufwärmen. Das System wird mit Tanks von
130 l und 160 l geliefert und kann aus Zisternen oder zentralen Wassersystemen
gespeist werden.
Zu
Demonstrationszwecken installierte die Firma eine SVK-Anlage in einer
öffentlichen Dusche, die seit 2 Jahren wartungsfrei funktioniert. Der
betreibenden Familie entstand ein bescheidenes Einkommen.
Im Einzugsgebiet
des GTZ-geförderten Projektes „Reproduktive Gesundheit“ sind 12 ländliche
Gesundheitszentren geeignet für eine VSK-Anlage zur Versorgung mit heißem Wasser
(Solar Vacuum Collector = SVC).
Fotos
Ausgewählte Fotos von der Inspektionsreise
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Die Delegation auf ihrer 2.800 km langen Jeep-Reise |
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Sandsturm in der Wüste Gobi |
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Projekt 1: „Maternity Waiting Homes“. .. |
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... Besichtigung der desolaten Zustände |
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Projekt 2: Verbesserung der geburtshilflichen Abteilung des Provinzkrankenhauses Dalanzadgad, Provinz Süd-Gobi. Übergabezeremonie mit dem Gouverneur |
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Projekt 3: Einrichtungen von Trainings- und Ausbildungsräumen in zehn Gesundheitszentren. Übergabe des Training-Rooms in Huttal Auf dem Foto: Dr. Wagner (2. v. r.), HDZ-Vorsitzender Dr. Winter (3. v. r.), Chefarzt (4. v. r.) |
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Trainingsraum in Huttal ... |
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... und Klinikpersonal bei ihrem ersten Vortrag |
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Projekt 4: Ausrüstung von zwölf ländlichen Gesundheitszentren mit Vakuum-Sonnen-Kollektoren für heißes Wasser (Solar Vacuum Collector = SVC) |
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Der Vorsitzende des HDZ, Dr. K. Winter, |
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Jurtencamps in der Wüste Gobi |
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Dr. Winter vor seiner Jurte |
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Zahnprophylaxe in der Wüste Gobi |
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Kamele als bewährtes Transportmittel |
Reiseroute für 9 ausgewählte der 23 unterstützten Projektorte
21.7. Montag 08.30 Ankunft in Ulaanbaatar,
14.00 Besichtigung des Don Bosco Zentrums des Salesianer-Ordens
16.00 Empfang beim deutschen Botschafter Dr. Michael Vorwerk
19.00 Folklore
22.7. Dienstag 08.00 Fahrt nach Norden nach Bayangol (SVC) und Sühbaatar (TR)
und zurück nach Huttal (SVC,TR) Übernachtung in Huttal
23.7. Mittwoch 09.00 Fahrt zurück nach U.B. über Provinzkrankenhaus in Darhan
(unterwegs Besuch des Klosters Amarbayanscalant)
24.7. Donnerstag 08.30 Fahrt nach Süd-Osten nach Bayansum (SVC), zurück nach
U.B.
25.7. Freitag 08.00 Fahrt nach Süden nach Bayantsagaan (SVC)
Weiterfahrt nach Dalantsadgad (Südgobi)
26.7. Samstag 09.30 Besichtigung Krankenhaus in D., Entbindungsstation
Ausflug in die Umgebung, Übernachtung im Gästehaus
27.7. Sonntag Zwangsruhetag, da Magen- und Darmverstimmung
(SVC=Solar Vacuum Collector, TR = Training Room, MWH = Maternity Waiting Home)
(28.7. bis 2.8. privates Reiseprogramm, 3.8. Rückflug)
Die besuchten Projektorte haben den Erfolg unserer Finanzierungshilfe bestätigt.
Von der ausschließlich zweckgebundenen Verwendung und von der dringenden
Notwendigkeit, diese gezielten Hilfsmaßnahmen in die Mongolei zu investieren,
konnten sich der Vorsitzende Dr. Winter und seine Frau während des 14-tägigen
Aufenthaltes überzeugen.
Im Gepäck haben sie nicht nur die Motivation zum Weiterhelfen, sondern auch neue
Projektideen mitgebracht. So soll vor allem die Zahnprophylaxe mit Hilfe der GTZ
in den von uns errichteten Maternity Waiting Homes und den Training Rooms
intensiviert werden. Auch die Investition von Zahnbehandlungseinheiten soll
geprüft werden, da manche Zahnstation in den Provinzkrankenhäusern noch aus den
50er Jahren (mit Doriotgestänge) stammt und heute ausschließlich zur
Zahnentfernung benutzt wird.
Die überaus freundlichen Empfänge in den besuchten Gesundheitszentren waren
begleitet mit warmherziger Gastfreundschaft und Dankbarkeit. Die Weite und
Schönheit der Landschaft, die besonderen Lebensformen des mongolischen Volkes
und, nicht zuletzt, seine historischen und kulturellen Leistungen haben während
der Reise auf uns eine besondere Faszination ausgeübt und verdienen einen
gesonderten Bericht. Ob auf der Rallye zur Geierschlucht, ob zum Grab der
Dinosaurier oder ob von einem Kloster zum anderen: Unweigerlich legt sich der
Staub der Straße auf Haut, Kleidung und Kameras. Eine Wasserflasche hat jeder
bei sich, manchmal auch zwei. Vegetariern ist eine Mongoleireise nicht zu raten.
Die traditionelle mongolische Küche basiert auf Fleisch und Milchprodukten. Das
Fleisch (insbesondere Hammelfleisch) wird immer gekocht und nie gebraten. Zur
Verdauungsförderung brauchten wir keinen Wodka, da die Nahrungsumstellung und
manchmal allein die Gerüche für eine schnelle Verdauung sorgten. Das
Nationalgetränk ist übrigens der Airag, die vergorene Stutenmilch.
Unser herzlicher Dank gilt Herrn Dr. Wolf Wagner, GTZ, und seinen Mitarbeitern,
die mit großem Engagement diese Reise vorbereitet und uns begleitet haben sowie
mit höchster
Fachkompetenz das Projekt Reproduktive Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem
Mongolischen Gesundheitsminister erfolgreich umsetzen. Die schier unendlichen
wissenswerten Informationen über Land und Leute gepaart mit der persönlichen
Fürsorge, die uns Dr. Wolf Wagner während der atemberaubenden Reise zuteil
werden ließ, bleiben unvergesslich.
06.08.2003 Dr. Klaus Winter, Vorsteher der Stiftung Hilfswerk Deutscher
Zahnärzte
weitere Berichte/Dokumentationen:
Bericht von dem Herrn
Botschafter der BRD, Herrn Klaus Schröder
Mongolei: Zahnstationen in
den Provinzen
Pressemeldung ZM vom 1.12.2003: Hilfe für das Land
des Dschingis Khan