Mongolei:
Projekt Ulgii (Hauptstadt des Bayan-Ulgii Aimags)
weitere Berichte/Dokumentationen:
Reisebericht der Inspektionsreise 2003
Mongolei: Zahnstationen in
den Provinzen
Ein Bericht von dem Herrn Botschafter der BRD, Herrn Klaus Schröder
vom 26.März 2002
Sehr geehrter Herr Dr. Winter,
gerade aus dem fernen Westen der Mongolei zurückgekehrt, kann ich Ihnen
die erfreuliche Mitteilung machen, dass die drei zahnärztlichen
Behandlungssets gut in Ulgii, der Hauptstadt des Bayan-Ulgii Aimags,
angekommen sind und inzwischen die Endempfänger allesamt erreicht haben
dürften. Bei der Übergabe im Mogoonmoor-Sum war ich persönlich zugegen.
Die Übergabe im Tsengel-Sum und im Saksai-Sum hat der Abgeordnete
Njgamed vorgenommen.
Ich war vom 20. - 23.03. mit Herrn Nigamed nach Ulgii gereist, begleitet
von einem Redakteur und einem Kameramann des Mongolischen Fernsehens
sowie von einem Journalisten der auflagestarken mongolischsprachigen
Tageszeitung Udriin Sonin (Tägliche Nachrichten). Wir haben den
Übergabezeitpunkt bewusst so gewählt, dass er mit dem kasachischen
Neujahrsfest zusammenfiel, zu dem viel Volk aus allen Sums (Bezirken) in
die Provinzhauptstadt Ulgii geeilt war.
Die Übergabe konnte somit medienmäßig optimal gestaltet werden. Das
Mongolische Staatsfernsehen sowie das kasachische Regionalfernsehen
berichteten mehrfach von der großzügigen Spende deutscher Zahnärzte.
(siehe weiter unten)
Zusätzlich zu den von Ihnen zur Verfügung gestellten englischsprachigen
Schildern habe ich noch gleichnamige mongolische Schilder anfertigen
lassen, die an den jeweiligen Behandlungsarten angebracht wurden. Die
deutsche Spende wurde mit großer Dankbarkeit entgegengenommen. Sowohl
Regierungsvertreter wie auch einfache Menschen aus der Bevölkerung baten
mich, Ihnen ihren aufrichtigen Dank zu übermitteln, was ich hiermit
gerne mache. Kurzum: Wir, d.h. Sie als Spender, aber auch ich als
Vertreter der Bundesregierung in der Mongolei, haben einen bedeutenden
Sympathieerfolg erreicht. Außerdem konnte Menschen in Not in
eindrucksvoller und großzügiger Weise Hilfe gewährt werden. Hierfür
möchte ich mich sehr herzlich bei Ihnen und Ihren Kollegen von der
Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte bedanken.
Mit freundlichen Grüßen bin ich
stets Ihr
gez.
Klaus Schröder Ulan Bator, 26.März 2002
Es folgen die Dankesbriefe des Abgeordneten Ongosh NIGAMET - Großer Staatskhural der Mongolei und des Gouverneurs des Saksai-Sums K. Bolat, so wie diese an den deutschen Botschafter - Klaus F. Schröder - gerichtet wurden (deutsche Rohübersetzung):
Ongosh NIGAMET Abgeordneter im
Großen Staatskhural der Mongolei
Ulan-Bator, den 04.04.2002
An den Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter der
Bundesrepublik Deutschland in der Mongolei Herrn Klaus Schröder
Sehr geehrter Herr Botschafter,
über Ihr Schreiben und die darin genannten angenehmen Eindrücke zum
Besuch im Bayan Ulgii Aimak und vor allem zu den Sitten des kasachischen
Volkes habe ich mich gefreut. Die Übergabe der stomatologischen
Behandlungssätze in den Sums Tsengel und Sagsai erfolgte entsprechend
Ihren Vorstellungen.
Ich danke Ihnen den übrigen Beteiligten dafür, dass Sie sich über den
lokalen Radiosender an alle Wähler des Wahlkreises gewandt und dass Sie
die ebenso wichtigen wie teuren Zahnbehandlungsanlagen zur Verfügung
gestellt haben. Die Bürger der Sums, die die Anlagen erhielten, freuen
sich sehr darüber, und stellvertretend für alle anderen übermittle ich
Ihnen den Dank von K. Bolat, Gouverneur des Sums Sagsai.
Die Anschrift der deutschen Spender habe ich Ihrem Brief entnommen.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie all denjenigen, die finanzielle
Unterstützung für dieses Vorhaben geleistet haben, unseren Dank zu
übermitteln.
Ich bin zuversichtlich, dass unsere Kollegialität und Zusammenarbeit
weiterhin an Umfang gewinnen wird.
Mit freundlichen Grüßen O. Nigamet
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Der Gouverneur des Sums Sagsai Bayan-Ulgii
Airnak 212100 Bayan-Ulgii Aimak,
Sum Sagsai, 01.04.2002
Unter Betonung der Bedeutung, die die von Ihnen, Herr Schröder, unserer
Bevölkerung persönlich geschenkte Zahnbehandlungsanlage für den Schutz
der öffentlichen Gesundheit hat, möchte ich meiner tiefen Überzeugung
Ausdruck verleihen, dass Ihr Beitrag einen unvergesslichen Stellenwert
für den humanmedizinischen Dienstleistungssektor und die Hebung der
Qualität präventiver Arbeit auf internationale Standards als einer
Zielstellung innerhalb der Entwicklungstätigkeit der mongolischen
Regierung im Gesundheitssektor sowie für die Verbesserung der
öffentlichen Gesundheit und die Verlängerung der durchschnittlichen
Lebenserwartung hat.
Daher erlaube ich mir, Sie, Herr Schröder, und Ihre Gattin gemeinsam mit
MdP O. Nigamet zu einem Besuch unseres Sums während der schönen
Sommerzeit zu einem Ihnen gelegenen Zeitpunkt einzuladen und dabei die
prachtvolle Natur sowie die Besonderheiten in den Sitten und Gebräuchen
der Kasachen und der Uriankhai kennen zu lernen.
Mit den besten Wünschen für Ihr Wohlergehen!
K. Bolat
Es folgen verschiedene Bilder anlässlich der der Übergabe des 1. Behandlungssets von Herrn Botschafter Schröder:
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Abschließend zwei Zeitungsberichte (deutsche Konzeptübersetzung)
Zeitung Udriin sonin v. 26.
März 2002 Nr. 073 (946) Seite 7 Reisebericht "Ulan Bator-Bayan
Ulgii-Nogoon nuur" 1. Teil
B. Zolbayar
Ziel unserer Reise war es, von der Delegation unter Leitung des
Mitglieds des Großen Staatskhurals Henn O. Nigamet sowie dem Deutschen
Botschafter in dem über 1380 km Luftstrasse von Ulan Bator entfernten
Bayan Ulgii aimag drei Sätze an Zahnstühlen zu übergeben.
Wir, d.h. zwei Journalisten vom Mongol Fernsehen und meine Wenigkeit,
hatten das seltene Glück, den Deutschen Botschafter in seiner laut ihm
angenehmen Mission auf dieser Dienstreise in den fernen Westen der
Mongolei zu begleiten.
Bei dem ersten Mittagessen in Ulgii mit dem Gouverneur des Bayan Ulgii
aimags Henn Kh. Badelkhan und dem Kanzleichef B. Zarkhum hat er uns kurz
aber mit Humor seinen Lebenslauf als Deutscher Diplomat vorgestellt.
Nach fast dreistündigem Flug und kurzem Mittagessen haben wir uns auf
Anregung des Botschafters auf "die Pferde gesattelt" und uns auf den Weg
zu unserem ersten Zielort Nogoon nuur suml, wo wir den ersten Zahnstuhl
mit den Zubehörteilen übergaben, gemacht.
Nogoonnuur sum
Grundwasser von Nogoon nuur sum ist grundsätzlich arm an allgemeinen
Mikroelementen u.a. wie Fluor und Calcium.
An Zahnkrankheiten leiden hier sehr stark nicht nur die Menschen,
sondern auch die Tiere. Diese Leiden hat die Stiftung der Deutschen
Zahnärzte für Not- und Lepragebiete in Göttingen, die auch Stiftung von
C.H. Bartels heißt, erkannt. Der Botschafter hat sich an diese Stiftung
in Deutschland gewandt und gebeten, eine finanzielle Unterstützung zu
gewähren. Die von den deutschen Zahnärzten auf freiwilliger Basis
gegründete Stiftung hat laut Botschafter in kurzer Zeit sehr
unbürokratisch den Betrag in Höhe von US-$ 41.448,- auf das Konto der
Botschaft überwiesen.
Mit diesen finanziellen Mitteln wurde die japanisch-mongolische Joint
Venture Firma Jamomed beauftragt, die den hiesigen Besonderheiten
entsprechenden Zahnbehandlungssätze zu beschaffen.
Die Übergabe erfolgte persönlich durch den Deutschen Botschafter vor der
versammelten Masse, die so mit Blitzgeschwindigkeit die neueste
Nachricht über die Ankunft der fremden Gäste erfuhr.
Vor den Augen der Einheimischen stellte der Botschafter die
Zahnbehandlungsgeräte vor und gab kurze Erläuterung, wie diese Spende
zustande kam. Er sagte: Sie erhalten hier ein Geschenk, das aus Geldern
finanziert wurde, die mitfühlende Zahnärzte aus Deutschland aus ihren
Einkünften bereitgestellt haben. Der Sumchef Herr B. Aldanish bedankte
sich sowohl persönlich als auch im Namen aller Einwohner für diese
großzügige Hilfe der deutschen Zahnärzte und bat den Botschafter, diesen
Dank weiter an die Spender zu übermitteln. Nogoon nuur sum hat nun einen
Zahnstuhl mit Zubehörteilen u.a. mit einem tragbaren
Zahnbehandlungskoffer und sogar eine frischgebackene Zahnklinikadresse
in Englisch und Mongolisch erhalten.
Das Mitglied des Großen Staatskhurals Herr O. Nigamet hat die Anwesenden
gebeten, die "Wenigen", die Zahnleiden haben, die Hand hoch zu heben.
Ich hatte echt Schwierigkeit gehabt, die nicht hochgehobenen Hände zu
zählen. Er erklärte auch, dass der Zahnarzt mit dem Behandlungskoffer
auf dem Pferd an jedem entfernten Ort hinkommen und eine komplette
Behandlung zu Hause bei den Viehzüchtern durchführen kann. Mit der
deutschen Spende bekam Nogoon nuur sum eine der modernsten Zahnkliniken,
die den Wert von ca. 15 Mio. TQ hätte.
Zeitung Udriin sonin v. 27. März 2002 Nr.
074,075 (947,948) Seite 8 Reisebericht "Ulan Bator-Bayan Ulgii-Nogoon
nuur" (20.3. bis 23.3.2002) 2. Teil
B. Zolbayar
Nauriz Fest der Kasachen
Früh am 21. März besuchten wir nach dem Frühstück das Krankenhaus des
Nogoon nuur sums. Die am vorigen Abend durch den Deutschen Botschafter
persönlich übergebene Zahnklinik war bereits seit dem frühen Morgen im
Einsatz. Mehrere Patienten hatten sich schon von den Fähigkeiten der
neuen Zahngeräte überzeugen lassen. Es standen weitere Zahnleidenden da
und warteten bis sie dran kamen. Die lachenden und zufriedenen Gesichter
der von ihren Leiden befreiten Menschen waren Ausdruck des Dankes
gegenüber dem Botschafter, dem Abgeordneten und gegenüber den deutschen
ihre Leiden mitfühlenden Zahnärzten und der Stiftung.
Rückkehr nach Ulgii
Unsere Reise überschnitt sich mit dem nationalen Kasachenfest Nauriz.
Der
Deutsche Botschafter gratulierte alle zu diesem besonderen Fest und
verkündigte die angenehme Nachricht, dass er insgesamt drei
Zahnbehandlungssätze in Bayan Ulgii aimag zu übergeben habe. Er
informierte die Anwesenden, dass ein sum die Zahnklinik bereits im
Einsatz hat, und die weiteren zwei Zahnbehandlungssätze übergab er den
Chefs des Sagsai und Tsengel sums.
weitere Berichte/Dokumentationen:
Reisebericht der Inspektionsreise 2003
Mongolei: Zahnstationen in
den Provinzen