
Unser
Projekt in Cusco / Lamay -
"Dr. Horst-Sebastian-Village"

aktuell:
Besuch im August 2010 (DiaShow)

Eines unserer "großen" Projekte in
Südamerika wurde nach dem auf tragische Weise verunfallten ehemaligen
Präsidenten der Bundeszahnärztekammer Dr. Horst Sebastian benannt. Es liegt auf dem Flecken
Lamay in der Nähe der peruanischen Inka-Stadt Cusco in knapp 3.000
Metern Höhe und ist ein kleines
Dorf für heimatlose Straßenkinder - vor allem ein handwerkliches
Ausbildungsheim für Mädchen. Angeschlossen ist eine 1½ ha große
Landwirtschaft, welche die Bewohner im ökologischen Landbau unterweist.
Werkstätten bieten Möglichkeiten für die Größeren, sich in
entsprechender Umgebung mit Holzbearbeitung, Metall usw. zu befassen.
Besonders der Umgang mit Ton, welches der
natürlichen Begabung der peruanischen Kinder


entgegenkommt, sind als therapeutisches Element sehr gut nutzbar. Die
Betreuung erfolgt durch ausgebildete katholische Ordensschwestern. Die
offizielle Einweihung erfolgte im Februar 1993.
Des Weiteren befinden sich in der Inka-Stadt Cusco - Sitz des
Erzbischofs - ebenfalls von Spendengeldern finanzierte Zahnkliniken für
die bedürftigen Bevölkerungsteile.

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Anlässlich der offiziellen Einweihung sagte der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Winter unter anderem: |
"So ist diese Stätte für die Kinder, die so dringend unsere Hilfe benötigen, ein Gemeinschaftswerk Gleichgesinnter, eine Stätte der Hoffnung. Ich weigere mich, ohne Hoffnung zu sein, denn jedes Leben hat seinen Sinn und seine eigene Würde. Kein Lebensabschnitt darf umsonst sein, Gott gibt uns die Kraft dazu, wenn wir ihn darum bitten, auch die Lebensabschnitte in der Not zu meistern, gemeinsam zu meistern. Ich wünsche allen Bewohnern dieses Dorfes, besonders den kleinen unter ihnen, eine glückliche und friedliche Zukunft." |
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Von 2000 bis 2002 wurde das Dorf durch das "Handwerkszentrum (Berufschulzentrum) San Lazao Virgina Gallegos Ojeda" erweitert, um den Kindern neue berufliche Ausbildungsmöglichkeiten zu eröffnen. Gleichzeitig können die bescheidenen Erträge aus der "Produktion" dieses Betriebes zu einer Deckung der laufenden Unterhaltskosten beitragen.
Bericht von der Einweihungsfeier des Berufschulzentrums am 5.10.2002
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Das größte Projekt des Hilfswerks in Peru liegt im Tal des heiligen Inka-Flusses Urubamba, ca. 1/2 Stunde Autofahrt von Cusco entfernt. Der frühere Präsident der Bundeszahnärztekammer und Senator, Dr. Horst Sebastian, hat während seiner damaligen Amtszeit durch sein soziales Engagement dafür gesorgt, dass die für den Bau des Waisen-Kinderheims notwendigen Mittel für die Unterbringung und Ausbildung von 80 Mädchen durch die damals vom HDZ bundesweit eingeführte Altgoldsammelaktion sichergestellt wurden.
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Anlässlich des Todes des Gründers unserer Stiftung Hilfswerks Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete, Carl-Heinz Bartels, erreichte uns vom Erzbischof (Arzobispado del Cusco) folgender Brief:

Sehr geehrter Herr
Dr. Winter,
mit aufrichtiger Betrübnis habe ich vom Tode unseres lieben Freundes
und Gönners, Herrn Heinz Bartels, Göttingen, Kenntnis genommen, der
sich in großzügiger Weise persönlich für den Aufbau des Horst
Sebastian Kinderheimes in Lamay, Cusco, eingesetzt hatte.
Sein Werk steht mit 87 Waisenkindern unter der Aufsicht von fünf
Schwestern und mehreren Lehrkräften in voller Blüte. Die Wohn- und
Schlafflügel sind bereits durch einen großen Schulungsraum und
Bibliothek ergänzt worden, eine Sonnenpanellenanlage sorgt für warmes
Wasser. Die Kinder werden sowohl in schulischer Hinsicht wie auch in
manuellen Fertigkeiten ausgebildet. Die ersten Gruppen haben sich
bereits nach dem Schulabschluss voll in das kulturelle und soziale
Leben in Cusco integriert, einige befinden sich sogar in höherem
Studium.
Diese Sozialleistung wäre ohne die effiziente Unterstützung vonseiten
des C.H. Bartels Fund und des Hilfswerkes Deutscher Zahnärzte nicht
möglich gewesen.
Darf ich Sie, verehrter Herr Dr. Winter als Nachfolger in der Funktion
des Verstorbenen bitten, mein Beileid der Familie und meine
aufrichtige Anerkennung dem Hilfswerk der Deutschen Zahnärzte zu
übermitteln.
Dieser Brief sei ein Zeichen meiner Dankbarkeit und Ausdruck meiner
besonderen Wertschätzung!
ALCIDES MENDOZA CASTRO

Siehe auch unter Projekthistorie Peru und
Inspektionsreise nach Peru im Herbst 2002